Sicher in den Osterurlaub

27. März 2026

Mit den Ostertagen kündigt sich für viele der erste Urlaub des Jahres an. Das Mittel zur Fahrt ist dann häufig das Auto. Mal geht es Richtung Alpen, um eine perfekte Kombination von Frühling im Tal und Restschnee auf den Bergen zu genießen, an die deutschen Küstenregionen oder in Mittelgebirge wie den Harz. „Wer mit dem eigenen Auto auf Reisen geht, sollte dieses rechtzeitig urlaubsfit machen, damit die Technik für die Strapazen gerüstet ist“, empfiehlt Ann-Christin Mainz von TÜV SÜD: „Frühzeitig vor dem Aufbruch sollte man einen Blick ins Serviceheft oder den Inspektionshinweis auf dem Armaturenbrett werfen. So lässt sich überprüfen, ob beispielsweise ein Ölwechsel oder ein Austausch der Bremsflüssigkeit fällig sind.“

Erfahrungsgemäß bieten örtliche Werkstätten, aber auch Sachverständigenorganisation wie TÜV SÜD zu Beginn der Reisezeit entsprechende Prüfungen an. In Eigenarbeit können Ölstand, Beleuchtung, Scheibenwaschanlage und Wischerblätter in Augenschein genommen werden, empfiehlt die TÜV-SÜD-Fachfrau.

Hilfreich im Reisegepäck, der Europäische Unfallbericht, der im Schadensfall die Unfallaufnahme erheblich erleichtert. Versicherungen und Behörden nutzen den Bericht, um den Hergang eines Unfalls nachvollziehen zu können und die Haftungsfrage schneller zu klären (https://www.zentralruf.de/fileadmin/media/pdf/Zentralruf-Europaeischer-Unfallbericht.pdf).

„Ein Technik-Check des Urlaubsautos beugt etwaige Probleme auf der Reise vor“, gibt Mainz zu bedenken. Die Kontrolle der Aktualität des Navigationssystems und gegebenenfalls ein Karten-Update können ebenfalls viel Ärger ersparen. Ist das Aufsuchen einer Werkstatt gemäß Serviceheft nicht notwendig, reichen ein paar kleinere, aber dennoch wichtige Checks.

Wichtig ist der korrekte Luftdruck. Dabei gelten die Drücke immer für kalte Reifen. Schon Fahrten unter zehn Kilometer erwärmen die Pneus. Deshalb immer bei kalten Reifen prüfen und entsprechend der Beladung anpassen. Die Betriebsanleitung oder ein Aufkleber an der Innenseite von Tankklappe oder Tür nennen den vom Autohersteller festgelegten Fülldruck. Weil fast alle Autos mit verschiedenen Reifengrößen gefahren werden dürfen, gibt es unterschiedliche Werte für die einzelnen Dimensionen. Darauf muss der Autofahrer achten. „Einige wenige Autohersteller geben den Druck physikalisch korrekt in der ungewohnten Einheit Kilopascal (kPa) an. Die Umrechnung in das gebräuchliche Bar ist einfach: 100 kPa entsprechen einem Bar“, erläutert die TÜV SÜD-Expertin.

Auf jeden Fall dem Stand der Kühlflüssigkeit ein Augenmerk widmen, denn die Motorkühlung wird vor allem in einem Stau stark beansprucht. „Dabei auch einen Blick auf den Ölstand im Motor werfen“, empfiehlt Mainz und „weil es selbst im Urlaub einmal regnen kann, die Scheibenwaschanlage nicht vernachlässigen.“ Ein spezielles Additiv für den Sommer hilft zudem beim Beseitigen von Insektenleichen auf der Windschutzscheibe.

Ebenfalls in Eigenregie lassen sich die Wischerblätter prüfen. „Hinterlassen sie einen Schmierfilm, erst einmal schauen, ob die Scheibe und die Gummis wachs- und fettfrei sind“, rät die TÜV SÜD-Fachfrau: „Dazu beide mit Alkohol oder einem speziellen Putzmittel für Autoscheiben reinigen. Schmieren die Wischer dann immer noch, ist ein Austausch erforderlich.“ Für die Scheiben gilt: Nicht nur fettfrei, sondern innen wie außen regelmäßig säubern und bei der Putzaktion die Außenspiegel nicht vergessen.

Der nächste Prüfpunkt lautet: Beleuchtung. Ihre Überprüfung dauert keine zwei Minuten. Tipp: Einige Länder schreiben das Mitführen von Ersatzlampen vor, und eine gute Idee ist, ein Sortiment der wichtigsten Lampen und Sicherungen an Bord zu haben. Nicht vergessen - damit ein beladenes Auto nicht blendet, müssen die Scheinwerfer tiefer justiert werden. Bei Fahrzeugen mit Xenon- oder LED-Licht geht das automatisch.